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Du setzt dich hin, um ein Buch zu lesen. Auf deinem Pult oder Nachttischchen wartet sie schon, die kleine Katzenfigurine. Sie blickt dich freundlich an, als würde sie zu dir hinübergehen, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Ihre weichen Formen und die fliessende Glasur verleihen ihr einen ganz eigenen Charakter. Gefertigt aus feiner Keramik, ist sie nicht nur ein hübscher Begleiter, sondern auch praktisch: Wenn du das Fenster öffnest, hält sie mit ihrem Gewicht deine Briefe und Notizen fest. Eine kleine, stille Freundin, die Gemütlichkeit und Ruhe in deinen Raum bringt.
Mit deiner Bestellung erhältst du ein Exemplar dieser niedlichen Katzenfigurine. Sie wird sorgfältig und mit viel Liebe verpackt und direkt aus unserem Lager in der Schweiz versendet.
Seit Anbeginn der Menschheit hat der Mensch versucht, sich selbst und seine Welt in kleinen Formen zu fassen, in Statuetten, winzigen Abbildern aus Stein, Ton oder Knochen. Diese kleinen Figuren sind mehr als blosse Nachbildungen: Sie sind Zeugen des menschlichen Bedürfnisses, Bedeutung und Schönheit in greifbare Gestalt zu bringen. Schon in der Steinzeit entstanden sie, wie die berühmte Venus von Willendorf, rund, geheimnisvoll und etwa 25.000 Jahre alt. Solche Venusfigurinen galten oft als Symbole der Fruchtbarkeit, Hoffnung oder Schutz. Ebenso wurden Tiere dargestellt, deren Formen aus weichem Elfenbein oder hartem Gestein geschnitzt wurden.
Die Statuette ist ein Spiegel der Zivilisation: In den alten Kulturen Ägyptens, Griechenlands und Roms diente sie der Verehrung von Göttern und Ahnen. In Ägypten etwa wurden kleine Figuren, die sogenannten Uschebti, den Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Sie sollten ihnen im Jenseits dienen, als treue Begleiter oder Arbeiter in der Welt der Toten. Jede dieser Statuetten trug eine stille, doch machtvolle Bedeutung in sich: Sie verband das Irdische mit dem Ewigen.
Im Mittelalter verlor die Kunst der kleinen Figur etwas an Bedeutung, doch mit der Renaissance flammte das Interesse erneut auf. Künstler begannen, Statuetten nicht nur für religiöse Zwecke zu schaffen, sondern auch als kunstvolle Objekte des Alltags, kleine Skulpturen, die Tische, Kammern und Sammlungen schmückten. In Italien und Deutschland des 15. und 16. Jahrhunderts erreichte diese Kunstform einen neuen Höhepunkt.
Ob aus Marmor, Bronze oder Ton, jede Statuette trägt den Geist ihres Schöpfers in sich. Ihre fliessenden Linien und feinen Details erzählen Geschichten von Glaube, Schönheit und menschlicher Vorstellungskraft. Manche sind nur wenige Zentimeter gross, andere erreichen fast einen halben Meter. Doch unabhängig von ihrer Grösse wohnt ihnen eine stille Kraft inne, die Fähigkeit, den Blick des Betrachters zu fesseln und ihn in eine andere Zeit zu versetzen.
Eine der ältesten bekannten Statuetten, aus Mammutelfenbein geschnitzt, wurde in der Vogelherdhöhle auf der Schwäbischen Alb entdeckt. Sie ist rund 40.000 Jahre alt und gilt als eines der frühesten Kunstwerke der Menschheit. So klein sie auch ist, sie trägt ein mächtiges Vermächtnis: den Beweis, dass Kunst, und mit ihr der Wunsch, die Welt zu begreifen, so alt ist wie der Mensch selbst.
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