Senecio mit senkrechten Blättern

Senecio mit senkrechten Blättern

Senecio crassissimus

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Der Senecio crassissimus, ein Gewächs voller Geheimnisse, wirkt wie eine Pflanze aus einer längst vergessenen Wüstenlegende. Mit seinen aufrechtstehenden, propellerartigen Blättern bringt er die stille Dramatik Madagaskars direkt in dein Zuhause. Das zarte Blaugrün seiner Oberfläche und der feine violette Rand verleihen ihm einen Hauch von Magie, als hätte die Sonne selbst ihn gezeichnet. Während er langsam neue Triebe formt und im Sommer seine leuchtenden Blüten erhebt, entsteht ein Gefühl von ungezähmter Weite, ein kleines, lebendiges Stück Wüste, in dem Fantasie und Natur miteinander verschmelzen.

Senecio mit senkrechten Blättern

Lieferumfang

Mit deiner Bestellung erhältst du ein Exemplar der Senecio crassissimus. Unsere Mitarbeiter wählen jede Pflanze sorgfältig aus, damit du nur die beste Qualität bekommst. Die Pflanze wird in einem Topf mit 6 cm Durchmesser und passendem Substrat geliefert. Für den Versand verpacken wir sie behutsam und liebevoll, sodass weder Erde herausfallen noch Blätter beschädigt werden. Der Versand erfolgt direkt aus unserem Lager in der Schweiz.

Der Propeller aus Madagaskar, Senecio crassissimus

Wer zum ersten Mal einen Senecio crassissimus sieht, bleibt oft stehen, als sei etwas nicht ganz richtig an dieser Pflanze. Ihre Blätter stehen nicht wie bei anderen Sukkulenten sanft schräg oder fächerförmig, sondern geradezu trotzig senkrecht, wie festgefrorene Propellerblätter eines Flugzeugs. Diese Haltung ist kein Zufall, sie ist das Ergebnis einer langen, trockenen Geschichte, die auf der Insel Madagaskar begann, auf heissem Boden, unter unbarmherziger Sonne.

Der Senecio crassissimus gehört zur Familie der Asteraceae, also tatsächlich zu den Korbblütlern, obwohl sein Aussehen eher an eine futuristische Skulptur erinnert. Seine Blätter sind fett, flach und blaugrün, am Rand fein violett eingefasst, als hätte jemand mit einem dünnen Pinsel eine Linie gezogen. Das Bemerkenswerte: Die Blätter drehen sich niemals zur Sonne. Stattdessen bleiben sie stur parallel zu den einfallenden Strahlen. Dieses ungewöhnliche Talent hilft der Pflanze, Wasserverlust zu vermeiden, ein überlebenswichtiger Trick in der Hitze Madagaskars.

Im Sommer, wenn die meisten Sukkulenten in eine Art Ruhemodus schalten, erhebt der Senecio crassissimus zarte, lange Stiele, die bis zu 60 Zentimeter hoch werden. Am Ende erscheinen leuchtend gelbe Blüten in lockeren Korymben, winzige Korbblüten von nur wenigen Millimetern Durchmesser, aber in beeindruckender Anzahl. Oft sind es dreissig, manchmal mehr, ein sonniger Kontrast zu seinen kühlen, graublauen Blättern.

Doch trotz seiner spektakulären Erscheinung führt die Art ein eher stilles Leben im Handel. Zwar ist sie manchmal unter dem Namen Senecio crassicaulis zu finden, doch einen etablierten deutschen Trivialnamen besitzt sie nicht. Viele Senecio-Arten werden allgemein als Kreuzkraut oder Greiskraut bezeichnet, Namen, die neugierig machen, aber auch Vorsicht nahelegen. Denn wie viele Vertreter der Gattung enthält auch der Senecio crassissimus Pyrrolizidin-Alkaloide, Substanzen, die giftig sein können.

Pflege, robust, aber eigenwillig

So anspruchslos der Senecio crassissimus auch wirkt, er besitzt durchaus einen eigenen Kopf. Ein guter Standort ist entscheidend: Mindestens drei Stunden Sonne täglich sollten es sein, gerne auch kräftige Mittagssonne im Sommer. Dennoch gilt Vorsicht: Selbst eine Pflanze aus heissen Regionen kann einen Sonnenbrand erleiden, wenn sie plötzlich und ungewohnt in volle Sonne gestellt wird. Daher muss sie Schritt für Schritt an direkte Strahlung gewöhnt werden. Ein heller Platz ohne direkte Sonne funktioniert zwar ebenfalls, doch können die Triebe dann etwas instabil werden.

Beim Substrat zeigt sich die Art flexibel. Handelsübliche Kakteenerde funktioniert ausgezeichnet, pur oder mit Bims, Sand oder Tongranulat aufgelockert. Auch fast rein mineralische Mischungen sind geeignet. Entscheidend ist: Wasser muss schnell abfliessen können. Staunässe ist der Tod dieser Pflanze.

Das Giessen ist eine Kunst der Zurückhaltung. Zwischen den Wassergaben darf das Substrat fast komplett austrocknen, gelegentliche Trockenperioden verkraftet der Senecio problemlos. Übertreibt man es jedoch mit dem Bewässern, wird die Pflanze weich und matschig, ein untrügliches Zeichen beginnender Wurzelfäule. Von Frühling bis Herbst darf durchdringend gegossen werden, im Winter hingegen bekommt die Pflanze nur kleine Schlückchen, selbst dann, wenn sie etwas wärmer steht.

Gedüngt wird sparsam, höchstens einmal monatlich zwischen April und September und erst ein Jahr nach dem Umtopfen. Schliesslich stammt die Art aus magerem Boden und ist nicht auf üppige Nährstoffgaben angewiesen.

Auch bei der Temperatur zeigt sich der Senecio unkompliziert. Er toleriert ein kühles Winterquartier, sollte aber nicht dauerhafter Kälte unter 10 °C ausgesetzt sein.

Wer einen neuen Senecio möchte, kann die Pflanze leicht durch Stecklinge oder durch Samen vermehren. Ein abgeschnittener Trieb lässt sich nach kurzer Antrocknungszeit problemlos bewurzeln.

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